Google Data Studio: So erstellst du ein SEO-Dashboard (Schritt-für-Schritt-Anleitung)

Labtopscreen mit Diagrammen

Foto: Stephen Dawson on Unsplash

Eine Anmerkung vorab: In der Ur-Fassung dieses Beitrags habe ich noch mit Universal Analytics gearbeitet. Mittlerweile habe ich den Beitrag für Google Analytics 4 (GA4) aktualisiert.

Das Gute an SEO ist, dass man den Erfolg seiner Maßnahmen stets messen und dokumentieren kann. Wer einmal viel Zeit und Gedanken in ein Stück Content investiert hat, wird in der Folgezeit mit Spannung beobachten, wie sich die Seite entwickelt. Kommt der Content gut an? Welche Rankings werden mit dem Keywordset erzielt? An welchen Stellschrauben muss noch gedreht werden? Erreiche ich meine Ziele? Und nicht nur das: Die gewonnenen Erkenntnisse dienen als Grundlage für wichtige Entscheidungen im Online-Marketing.

Mit Google Data Studio (GDS) stellt Google genau dafür ein mächtiges und kostenloses Tool zur Verfügung. Hier kannst du Daten aus verschiedenen Quellen visualisieren und so wichtige KPIs auf einen Blick überprüfen.

Ich selbst fand den Einstieg in Google Data Studio gar nicht so einfach. Das Tool bietet so viele Möglichkeiten und wirkt zu Beginn etwas unübersichtlich. Deshalb habe ich diese Schritt-für-Schritt-Anleitung erarbeitet. Wenn du den einzelnen Schritten folgst, kannst du ein erstes und einfaches Dashboard zur Beobachtung und Messung wesentlicher KPIs zusammenbauen. Aufbauend auf diesem Wissen werden zunehmend auch komplexere Fragestellungen mit Google Data Studio bearbeitet werden können.

Das sind die Themen dieser Seite

Wichtige Vorüberlegungen: Welche Daten möchtest du auswerten und visualisieren?

Vor der Erstellung eines individuellen Dashboards solltest du dir genau überlegen, was du wissen möchtest und welche Daten du dafür visualisieren kannst. Einfache Fragestellungen zu Beginn können z. B. sein:

  1. Wie entwickeln sich die Nutzerzahlen meiner Website?
  2. Welchen Anteil haben Paid Search und Organic Search am Traffic?
  3. Welche Landingpages generieren den meisten Traffic?
  4. Wie entwickelt sich die CTR einer bestimmten Landingpage?
  5. Über welche Keywords kommen die Besucher auf meine Landingpage?

Je nachdem, was für ein Fragenset du hast, benötigst du verschiedene Daten. Für die genannten Beispiele etwa aus Google Analytics (Fragen 1 bis 3) und aus der Google Search Console (Frage 4 und 5).

Genau diese Daten kannst du in Google Data Studio abrufen und visualisieren. Dafür brauchst du die entsprechenden Datenquellen und musst diese in Google Data Studio hinzufügen.

Datenquellen: Welche es gibt und wie du sie in Google Data Studio verbindest

In Google Data Studio kannst du unglaublich viele Daten aus den unterschiedlichsten Quellen und Programmen verarbeiten und visualisieren. Am einfachsten und für den Anfang mehr als ausreichend ist es, die Google-eigenen Datenquellen zu nutzen. Das sind z. B.:

  • Daten aus Google Analytics
  • Daten aus der Google Search Console
  • Daten aus Google Ads

Wenn du das erste Mal eine Datenquelle hinzufügen möchtest, musst du Google Data Studio zunächst den Zugriff autorisieren. Erst wenn du den Zugriff auf das jeweilige Konto erlaubt hast, kannst du die Datenquelle verbinden. Durch die Autorisierung wirst du automatisch Klick für Klick hindurchgeführt.

So findest und erstellst du Datenquellen

Schritt 1: Auf der Startseite von Google Data Studio den Reiter Datenquellen wählen.

Schritt 2: Links oben den Button Erstellen anklicken.

Datenquelle erstellen – Schritt 1 und 2

Datenquelle erstellen – Schritt 3: Auswahl einer Datenquelle

Schritt 3: Nun kommst du in die Übersicht der Datenquellen (auch als Google Connectors bezeichnet). Für diese Schritt-für-Schritt-Anleitung benötigst du zwei Datenquellen: Google Analytics und die Google Search Console

Hinzufügen der Datenquelle Google Analytics. Konto, Property und Datenansicht auswählen.

Hinzufügen der Datenquelle Google Search Console

Für die Google Search Console kannst du zwei verschiedene Datenquellen hinzufügen: Die Website-Impressions und die URL-Impressions. Bei den Website-Impressions werden die Impressionen in den Suchergebnissen pro Website gebündelt, auch wenn die Seite mehrmals in den Suchergebnissen erscheint. Damit lässt sich die Performance einer ganzen Domain betrachten. Bei den URL-Impressions hingegen wird jede URL einzeln gezählt. Damit lässt sich dann die Performance einer einzelnen URL betrachten.

Ich empfehle am besten beide Datenquellen in Google Data Studio hinzuzufügen, und das geht so:

Schritt 1: Wähle zuerst die Website aus, dann die Website-Impressions und dann den gewünschten Property-Parameter. Wir nehmen hier den Parameter web. Klicke dann rechts oben auf den blauen Button Verbinden.

Schritt 2: Gebe deiner Datenquelle einen eindeutigen Namen, z. B. GSC web.

Schritt 3: Wiederhole Schritt 1 und 2, aber wähle dieses Mal die URL-Impressions aus und benenne die Datenquelle z. B. mit GSC URL.

Rot umrandet: Hier kannst du deiner Datenquelle einen eindeutigen Namen geben.

Tipp: Vorlagen nutzen, um mit Google Data Studio vertraut zu werden

Für den Einstieg in Google Data Studio sind Vorlagen eine große Hilfe. Mir haben sie jedenfalls sehr geholfen, um die Grundfunktionen von Google Data Studio zu verstehen und eine Idee von den vielen Möglichkeiten des Tools zu bekommen. Ausgerüstet mit diesem Wissen, ist es viel einfacher, ein eigenes Dashboard von Null an aufzubauen.

Eine Vorlage zu nutzen, ist ganz einfach:

Bereits auf der Startseite werden dir einige Vorlagen vorgeschlagen. Weitere Vorlagen findest du in der Vorlagengalerie. Diese erreichst du entweder über einen Klick auf das kleine Wort Vorlagengalerie oben rechts in der Ecke, oder über den Menüpunkt Templates in der linken Navigationsleiste. Übrigens: Auch die Google-Suche ist eine gute Quelle, um weitere Vorlagen zu finden. Einige Online-Marketing-Agenturen und SEOs stellen eigene entwickelte Vorlagen kostenfrei zur Verfügung. 

1. Schritt: Nun kannst du eine beliebige Vorlage auswählen und öffnen. Du bist dann zunächst im Ansichtsmodus der Vorlage, die mit Beispieldaten gefüllt ist. 

2. Schritt: Oben rechts im blauen Balken findest du den Button Vorlage verwenden.

3. Schritt: Nun wirst du dazu aufgefordert, den Bericht zu kopieren und deine Datenquelle auszuwählen, damit der Bericht mit deinen Daten gefüllt werden kann. Wenn du noch keine eigene Datenquellen hinzugefügt hast, kannst du einfach mit den Beispieldaten weitermachen. Wenn du bereits eigene Datenquellen verknüpft hast, kannst du diese hier auswählen und den Bericht kopieren.

4. Schritt: Danach kommst du in den Bearbeitungsmodus des Berichts und kannst einfach mal rumklicken und ausprobieren, wie die Grafiken funktionieren.

Dein erstes eigenes SEO-Dashboard von Grund auf neu

Jetzt weißt du, wie Datenquellen mit Google Data Studio verbunden werden. Nun kann es losgehen mit dem ersten eigenen SEO-Dashboard. Ich zeige dir im Folgenden anhand von zwei Beispielen, wie du Schritt für Schritt ein solches Dashboard aufbaust.

Beispiel 1: Google-Analytics-Dashboard, um einen Überblick über deine Zielgruppe und die Entwicklung der Website insgesamt zu betrachten.

Beispiel 2: Search-Console-Dashboard, um die Performance wichtiger Landingpages zu betrachten.

Beispiel 1: Google-Analytics-Dashboard für den Website-Überblick

Fragestellungen, die in diesem Bericht beantwortet werden sollen:

  1. Wie entwickeln sich die Besucherzahlen im Laufe der Zeit?
  2. Über welche Kanäle kommen meine Besucher?
  3. Welche Geräte nutzen meine Besucher überwiegend?
  4. Wie entwickelt sich der organische Traffic?
  5. Welches sind meine stärksten Seiten?
  6. Wie zufrieden sind die Besucher mit meinem Content?

Datenquelle: GA4

Schritt 1: Auf der Startseite “Leerer Bericht” anklicken.

Schritt 2: Datenquelle auswählen
Nun musst du zunächst die Datenquelle auswählen, die du für deinen Bericht benötigst. Falls du deine Datenquellen bereits hinzugefügt hast, wähle den Reiter Meine Datenquellen. Dort findest du eine Übersicht aller bereits vorhandenen Datenquellen.

Wenn du noch keine eigene Datenquelle verbunden hast, wähle den Reiter Datenverbindung herstellen und suche dir die gewünschte Datenquelle heraus.

In unserem Beispiel wählen wir als Datenquelle Google Analytics (GA4) für die gewünschte Domain aus. Nun befindest du dich in einem unbenannten und leeren Bericht. Das von Google Data Studio automatisch eingefügte erste Diagramm kannst du einfach löschen.

Schritt 3: Bericht umbenennen
Gib deinem Bericht zuerst einen eindeutigen Namen. Anschließend kannst du einige Layouteinstellungen vornehmen. Dafür klicke oben im Menü auf Design und Layout. Das entsprechende Bearbeitungsfeld öffnet sich rechts. Wähle hier den Reiter Layout.

Schritt 4: Anpassungen am grundlegenden Layout vornehmen
Für das Layout wähle ich in diesem Beispiel die folgenden Einstellungen:

  • Sichtbarkeit der Kopfzeile: Immer anzeigen
  • Navigationstyp: Tab. Dann werden die einzelnen Seiten des Berichts später im Ansichtsmodus als Tabs über dem Bericht angezeigt und du kannst einfach zwischen den einzelnen Seiten des Berichts navigieren. Wenn dein Bericht später viele Seiten umfasst, ist die Einstellung „Links“ evtl. besser geeignet.
  • Anzeigemodus: an die Breite anpassen

Interessant ist in diesem Bereich auch noch die Möglichkeit, die Größe deines Berichts bzw. deiner Arbeitsfläche zu bestimmen. Diese Einstellungsmöglichkeit findest du im Abschnitt Canvasgröße. Standardmäßig ist hier ein 4:3-Format eingestellt. Du kannst aus weiteren Formaten wählen oder dein eigenes benutzerdefiniertes Format angeben. Wenn du anfangs noch nicht sicher bist, wie groß deine Arbeitsfläche sein muss, kannst du das praktischerweise auch später noch anpassen.

Weitere Anpassungen am Design lasse ich erstmal außen vor, denn das Wichtigste sind zunächst die Grafiken. Hübsch machen, das geht später immer noch.

Schritt 5: Steuerungselemente hinzufügen
In der Menüleiste findest du die Option Steuerelement hinzufügen. Füge zuerst die Zeitraumsteuerung hinzu. 

Für ein Element, das du aktiv ausgewählt hast, öffnet sich rechts das Fenster mit den entsprechenden Einstellungsmöglichkeiten. Dabei kannst du zwischen den Reitern Daten und Stil wählen. Im Reiter Daten definierst du, welche Daten für das ausgewählte Element genutzt werden sollen. Im Reiter Stil definierst du das Design des jeweiligen Elements.

In den Einstellungen in der Seitenleiste kannst du jetzt den Standardzeitraum festlegen. Wähle hier z. B. letzte 30 Tage. Du kannst aus einer ganzen Reihe an Vorschlägen auswählen oder einen benutzerdefinierten Standardzeitraum festlegen.

Möchtest du z. B. als Standardzeitraum das gesamte letzte Jahr jeweils ab dem aktuellen Tag einstellen, wählst du die Einstellung „Erweitert“. Als Startdatum gibst du an: Heute Minus 365 Tage.

Der Standardzeitraum kann im Steuerungselement selbst, aber auch für jedes einzelne Diagramm manuell überschrieben werden.

Im Reiter Stil kannst du Schriftart und -größe, die Hintergrundfarbe der Zeitraumsteuerung und einiges mehr definieren.

Tipp zur Auswahl des Zeitraums

Leider sind die gewählten Zeiträume in den verschiedenen Google-Programmen nicht immer gleich. Wenn man z. B. die letzten 28 Tage wählt, wird in der Google Search Console ein anderer Zeitraum gewählt als in Google Analytics oder in Google Data Studio. Das liegt daran, dass die Daten in den verschiedenen Tools nicht immer tagesaktuell sind. In der Google Search Console gibt es eine Verzögerung von 2 Tagen. Vor allem, wenn man in einem Bericht Daten aus GA und GSC zusammen verarbeiten möchte (dazu später mehr), sollte man gut aufpassen, dass man den identischen Zeitraum ausgewählt hat.

Schritt 6: Diagramme hinzufügen
Jetzt geht es endlich an die Beantwortung unserer ersten Fragestellung.

Wie entwickeln sich die Besucherzahlen im Laufe der Zeit?
Für die Beantwortung dieser Frage erstelle ich zwei Diagramme: Dafür wähle ich Diagramm hinzufügen und hier das Zeitachsendiagramm.

Das erste Diagramm soll die Nutzerzahlen der letzten 30 Tage im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zeigen.

Einstellungen für das Zeitachsendiagramm in der Seitenleiste im Reiter Daten:

Datenquelle: Google Analytics 4
Dimension: Datum
Messwert: Nutzer insgesamt
Standardzeitraum: automatisch
Vergleichszeitraum: Vorjahr

Im zweiten Diagramm möchte ich die langfristige Besucherentwicklung zeigen und eventuelle saisonale Schwankungen identifizieren. Dafür kopiere ich das erste Diagramm, wähle dann aber als Zeitraum Benutzerdefiniert und Dieses Jahr aus.

Ich persönlich finde einen Überblick nach Monaten oft hilfreich. Dafür wähle ich anstelle des Zeitachsendiagramms das Säulendiagramm, als Dimension „Monat“ und als Messwert z. B. wieder „Nutzer insgesamt“. Das Ganze sortiere ich dann nach Monat aufsteigend. Nun kann ich gut die Nutzerzahlen zwischen den einzelnen Monaten vergleichen.

Über welche Kanäle kommen die Besucher auf die Website?

Für diese Darstellung kommen verschiedene Diagramme in Frage: ein Kreisdiagramm, ein Säulendiagramm oder eine Tabelle. Welches davon du nimmst, ist Geschmackssache. Ein Säulendiagramm ist für das Auge oft besser erfassbar als ein Kreisdiagramm. In der Tabelle kannst du zusätzlich auch noch die Veränderung zu einem Vergleichszeitraum anzeigen lassen.

In allen Fällen sind die Einstellungen im Reiter Daten wie folgt:

Datenquelle: Google Analytics 4
Dimension: Standardmäßige Channelgruppierung
Messwert: Nutzer insgesamt
Sortieren: Nutzer insgesamt absteigend
Standardzeitraum: automatisch

bei Tabelle zusätzlich: Vergleichszeitraum: z. B. vorheriger Zeitraum

Drei mögliche Darstellungsformen für die Übersicht der Marketing-Kanäle

Wie entwickeln sich die Marketing-Channel und Besuche im Laufe der Zeit?
Für diese Fragestellung wähle ich ein gestapeltes Säulendiagramm, das mir auf einen Blick zeigt, wie sich die Besuche insgesamt entwickeln und wie groß der jeweilige Anteil der einzelnen Marketing-Channel dabei ist. Hier kann ich auch sehen, wie sich der organische Traffic im Laufe der Zeit entwickelt.

Einstellungen für das gestapelte Säulendiagramm:

Datenquelle: Google Analytics 4
Dimension: Monat
Aufschlüsselungsdimension: Standard-Channelgruppierung (kannst du z. B. in Marketing-Channel umbenennen)
Messwert: Nutzer insgesamt
Sortieren: Monat aufsteigend
Sekundäre Sortierung: Nutzer insgesamt absteigend
Standardzeitraum: benutzerdefiniert, z. B. letztes Jahr

Wie entwickelt sich der organische Traffic?
Hierfür wähle ich wieder ein Zeitachsendiagramm. Wenn du die Einstellungen im Diagramm-Setup so vornimmst, wie im Kasten unten beschrieben, wirst du feststellen, dass alle Marketing-Channel angezeigt werden. In diesem Fall soll aber nur der organische Traffic angezeigt werden. In Universal Analytics konnte man an dieser Stelle mit Segmenten arbeiten. In GA4 geht das nicht mehr. Hier ist das (bzw. mein) Mittel der Wahl: Filter.

Einstellungen für das Zeitachsendiagramm:

Datenquelle: Google Analytics 4
Dimension: Datum
Aufschlüsselungs-Dimension: Standardmäßige Channelgruppierung
Messwert: Nutzer insgesamt
Standardzeitraum: benutzerdefiniert, z. B. letztes Quartal

Organischen Traffic mit Filter extrahieren

Damit nur der organische Traffic angezeigt wird, füge ich dem Diagramm einen Filter hinzu. Die Filtermöglichkeiten findest du ganz unten im Reiter Setup.

Wähle hier „Filter hinzufügen“. Es öffnet sich ein neues Dialogfenster, in dem du den Filter einstellen kannst. Gib ihm zuerst einen eindeutigen Namen. Den Filter kannst du später dann auch für andere Diagramme oder Berichte verwenden. In diesem Beispiel nenne ich den Filter „Organic Traffic“.

Dann definiere ich die Filtereigenschaften wie folgt:
Einschließen, Standardmäßige Channelgruppierung Gleich (=) Organic Search
Speichern nicht vergessen!

Welche Geräte nutzen meine Besucher überwiegend?

Hierfür wähle ich das Ringdiagramm.

Einstellungen für das Ringdiagramm:

Datenquelle: Google Analytics 4
Dimension: Gerätekategorie
Messwert: Nutzer insgesamt
Sortieren: Nutzer insgesamt absteigend
Standardzeitraum: automatisch

Welches sind meine stärksten Seiten?
Hierfür füge ich eine Tabelle mit Daten aus GA4 ein.

Auch hier hat sich im Setup mit dem Wechsel von Universal Analytics zu GA4 etwas geändert: Die Dimension „Landingpage“ gibt es nicht mehr. Dafür aber die Dimension „Seitenpfad“.

Einstellungen für die Tabelle:

Datenquelle: Google Analytics 4
Dimension: Seitenpfad
Messwert: Nutzer insgesamt
Sortieren: Nutzer insgesamt absteigend
Standardzeitraum: automatisch

Wie zufrieden sind die Besucher mit meinem Content?
Für die Beantwortung dieser Frage interessieren mich diese Messwerte:

  • Aufrufe (page views)
  • Engagement-Rate
  • Ereignisse pro Sitzung
  • Nutzer-Engagement (durchschn. Interaktionsdauer)

Für jeden dieser Messwerte füge ich ein Diagramm vom Typ Kurzübersicht hinzu und stelle als Vergleichszeitraum jeweils den vorherigen Zeitraum ein.

Außerdem füge ich für diesen Berichtsbereich ein Steuerungselement vom Typ  Drop-Down-Liste ein. Als Steuerfeld wähle ich im Reiter Daten den Seitenpfad aus.

Steuerungselement nur auf bestimmten Bereich anwenden

Damit das Steuerungselement Seitenpfad nur auf die Kurzübersichtsdiagramme angewendet wird und nicht für den gesamten Bericht, gruppiere einfach alle entsprechenden Elemente dieses Berichtsbereichs. Dafür alle Elemente auswählen und über die rechte Maustaste Gruppieren wählen. Dann wird die Steuerung des Seitenpfades nur noch auf die Diagramme innerhalb der Gruppierung angewendet.

Beispiel 2: SEO-Dashboard auf Basis der Google Search Console für Performance einzelner Landingpages

Den zweiten Bericht auf Basis von Daten aus der Google Search Console erstelle ich auf einer zweiten Seite innerhalb meines Berichts. Dafür einfach in der Menüleiste auf Seite/Neue Seite gehen.

Von der ersten Berichtsseite kannst du dir die Zeitraumsteuerung und eventuelle andere Elemente auf die zweite Seite kopieren.

Achtung! Bei der Datenquelle Google Search Console werden die Daten mit zwei Tagen Verzögerung ausgespielt.

Fragestellungen, die in diesem Bericht beantwortet werden sollen:

  1. Wie häufig werden bestimmte Landingpages angeklickt?
  2. Wie entwickeln sich die Klicks auf eine Landingpage im Laufe der Zeit?
  3. Wie hoch ist die CTR einzelner Landingpages?
  4. Über welche Keywords kommen die Besucher auf die Landingpage?

Datenquelle: Google Search Console

Tipp: Den einzelnen Berichtsseiten eindeutige Namen geben

Unter Seite/Seiten verwalten öffnet sich in der rechten Seitenleiste eine Übersicht der Seiten innerhalb deines Berichts. Hier kannst du den einzelnen Seiten auch eindeutige Bezeichnungen geben. Diese werden in der Datenansicht dann im Inhaltsverzeichnis angezeigt.

Schritt 1: Steuerungselement hinzufügen
Zuerst füge ich ein Steuerungselement vom Typ Drop-Down-Liste ein. Im Reiter Daten wähle ich jetzt die Datenquelle Google Search Console mit URL-Parametern aus. Bei mir heißt diese Datenquelle GSC URL. Damit habe ich sichergestellt, dass sich die Werte jeweils auf eine einzelne URL beziehen.

Schritt 2: Diagramme hinzufügen
Zuerst füge ich zwei Diagramme vom Typ Kurzübersicht hinzu. Eines für die Klicks und eines für die CTR.

Einstellungen für die Kurzübersichts-Diagramme:

Datenquelle: GSC URL
Messwert: URL Klicks bzw. URL CTR
Standardzeitraum: automatisch
Vergleichszeitraum: vorheriger Zeitraum

Wie entwickeln sich die Klicks auf eine Landingpage im Laufe der Zeit?
Hierfür Zeitachsendiagramm einfügen

Einstellungen für das Zeitachsendiagramm:

Datenquelle: GSC URL
Dimension: Datum
Messwert: URL Clicks
Standardzeitraum: auotmatisch
Vergleichszeitraum: vorheriger Zeitraum

Wie entwickelt sich die CTR einer Landingpage im Laufe der Zeit?
Hierfür Zeitachsendiagramm einfügen.

Einstellungen für das Zeitachsendiagramm:

Datenquelle: GSC URL
Dimension: Datum
Messwert: URL CTR
Standardzeitraum: auotmatisch
Vergleichszeitraum: vorheriger Zeitraum

Über welche Keywords kommen die Besucher auf die Landingpage?
Tabelle einfügen.

Einstellungen für das Zeitachsendiagramm:

Datenquelle: GSC URL
Dimension: Query
Messwert: URL Clicks
Sortieren nach: URL Clicks absteigend
Standardzeitraum: auotmatisch
Vergleichszeitraum: vorheriger Zeitraum

Je nachdem, welche Landingpage du nun im Steuerungselement oben auswählst, erhältst du für genau diese Landingpage die entsprechenden Daten aus der Google Search Console.

Layout und Design von Berichten und Diagrammen anpassen

Zum Schluss möchte ich noch eine kleine Einführung in die Gestaltung eines Dashboards und der darin enthaltenen Elemente geben. Hier sind der Fantasie kaum Grenzen gesetzt. Ich würde das Design möglichst clean und unaufgeregt lassen, damit es nicht vom Wesentlichen – den Aussagen der Diagramme und Grafiken – ablenkt.

Mit Formen und Text arbeiten

In der Menüleiste findest du die Möglichkeit, Formen (Rechtecke oder Kreise) einzufügen. Rechtecke eignen sich gut als Hintergrund für Diagramme und Grafiken. Ich nutze ein Rechteck auch gerne als Hintergrund für die Kopfzeile. Das gibt dem ganzen Bericht Halt und Struktur.

Hier lassen sich Rechtecke oder Kreise einfügen.

Links daneben findest du auch die Menüpunkte, um Text- oder Linienelemente und Bilder einzufügen.

Für all diese Elemente öffnet sich beim anklicken die rechte Seitenleiste mit den Eigenschaften des Elements. Hier kannst du das jeweilige Element gestalten. Einem Rechteck kannst du z. B. eine Hintergrundfarbe und/oder einen Rahmen geben. Bei einem Textelement kannst du die Schriftgröße, Schriftart oder Schriftfarbe definieren. Du kannst dem Textelement auch eine Hintergrundfarbe oder einen Rahmen geben.

Design von Diagrammen bearbeiten

Auch deine Diagramme kannst du nach Herzenslust gestalten. Wie bei den Formen oder Textelementen findest du die Einstellungsmöglichkeiten dafür in der rechten Seitenleiste. Hier jedoch unter dem Reiter Stil.

Im Reiter Stil kannst du das Design eines Diagramms bearbeiten.

Hier kannst du z. B. die Linienfarbe bei Zeitachsendiagrammen bestimmen, der gesamten Grafik einen Hintergrund geben und vieles mehr.

Tipp: Deine eigenen (Brand)farben festlegen

Wenn du für dein Dahsboard und deine Diagramme die Brandfarben deines Projekts oder andere spezifische Farben verwenden möchtest, ist das problemlos möglich. Wähle durch Klick auf das Stiftsymbol im Reiter Stil eines Elements die Einstellungsmöglichkeit Farben für Dimensionswerte verwalten aus. Es öffnet sich die Farbpalette. Hier kannst du neue Farbwerte hinzufügen. Und du kannst bestimmten Dimensionen, wie z. B. paid search oder organic search feste (Brand)farben zuweisen. So ist sichergestellt, dass im gesamten Bericht eine einheitliche Farbgestaltung übernommen wird.

Jetzt kann es losgehen: Basis für die Arbeit mit Google Data Studio ist gelegt

Mit dieser Schritt-für-Schritt-Anleitung kannst du nun erste einfache, aber dennoch bereits erkenntnisreiche SEO-Dashboards für deine Projekte erstellen. Mit der Zeit werden sich weitere Fragestellungen ergeben, die du in Form von Diagrammen beantworten kannst. Mit den hier beschriebenen Grundlagen ist die Basis für die Arbeit mit Google Data Studio gelegt.

Auch ich werde mit dem Dashboard arbeiten und beobachten, wie es sich in der täglichen Praxis bewährt. Bestimmt werde ich nach und nach weitere Anpassungen vornehmen und vielleicht an dieser Stelle dann auch darüber berichten.

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