Vom Beginn meiner persönlichen SEO-Reise

Vor einem Jahr, im November 2020, habe ich an der TH Köln die Prüfung zur SEO-Managerin mit besonderem Erfolg bestanden. Die Prüfung und der Erhalt des Zertifikats waren der Abschluss einer mehrere Monate dauernden berufsbegleitenden Ausbildung, in der ich sehr viel gelernt habe. Vor allem aber war es der Beginn einer beruflichen Neuausrichtung für mich.

Viele Jahre habe ich als Redakteurin im Bereich der Printmedien gearbeitet. Doch schon immer haben mich das Internet und seine Möglichkeiten fasziniert. In meiner Freizeit habe ich daher immer wieder mit Webprojekten experimentiert. In den letzten Jahren wurde mein Wunsch größer, ganz in den Kosmos der digitalen Medien zu wechseln. Doch einen richtigen Plan hatte ich nicht.

Bereits 2009 rief ich das Wanderreiter-Magazin ins Leben, ein Online-Portal für Freizeit- und Wanderreiter. Hier konnte ich mein journalistisches Wissen nicht nur mit meiner Leidenschaft, sondern auch mit der Entwicklung einer eigenen Website verbinden. Ich beschäftigte mich zunächst viel mit Typo3, bis ich das Projekt Ende 2019 auf WordPress umstellte. Ein folgenschwerer Relaunch: Die Seite stürzte komplett ab. Heute weiß ich, dass ich alles falsch gemacht habe, was man falsch machen kann. Aber es hat sich gelohnt. Denn darüber kam ich zur Suchmaschinenoptimierung und es hat mich total gepackt.

Seitdem ich SEO für mich entdeckt habe, weiß ich: Das ist es, was ich beruflich machen möchte. SEO ist für mich die perfekte Weiterentwicklung meiner bisherigen beruflichen Tätigkeit. Hier kann ich meine redaktionelle Kreativität mit den analytischen und strategischen Ansätzen der Suchmaschinenoptimierung verknüpfen. Das ist genau das, wonach ich lange gesucht habe.

Wie es der Zufall manchmal so will, ergab sich bei der wvgw, dem Verlagshaus, in dem ich seit vielen Jahren arbeite, die Möglichkeit, ein Webprojekt zu übernehmen: die Berufswelten Energie & Wasser, das Karriere- und Nachwuchsportal der deutschen Energie- und Wasserwirtschaft. Zeitgleich äußerte ich den Wunsch, die Weiterbildung zur SEO-Managerin zu absolvieren – und bekam von der Geschäftsführung grünes Licht. Dafür ein riesengroßes Dankeschön!

Im November 2020 war es dann also soweit – ich hatte das Zertifikat in der Hand und war megastolz. Was mir jedoch fehlte, war die Praxis. Seither nutze ich jede Gelegenheit, mein theoretisches Wissen mit Praxiserfahrung auszubauen. Denn darauf kommt es letzten Endes an.

Das Berufsweltenportal ist ein megaspannendes und lehrreiches Projekt – und eine große Herausforderung. SEO-mäßig ist es ein weißes Blatt Papier, was für mich eine sehr gute Basis ist, denn ich kann alles ganz neu aufbauen. Besonderheit des Projekts, auch in Sachen SEO, ist eine dazugehörige Stellenbörse. Der Fokus meiner Arbeit liegt heute auf der Umsetzung einer umfassenden SEO- und Content-Strategie für das Portal, um es in seiner organischen Reichweite zu stärken.

Jeden Tag ist dabei für mich spürbar: Ich erlerne gerade einen neuen Beruf. SEO ist ein Handwerk und lernen kann man es nur durch machen.

Einfach großartig sind die SEO-Szene und die vielen erfahrenen SEOs da draußen, die ihr Wissen teilen. Egal ob bei LinkedIn oder bei Twitter, in Podcasts oder bei Youtube – die Fülle an hochwertigen Beiträgen und Artikeln ist schier unermesslich.

Anfang 2020 entdeckte ich den Content Performance Podcast von Benjamin O’Daniel und Fabian Jaeckert. Der Montag-Morgen ist seitdem gesetzt. Außerdem wurde ich Mitglied ihrer SEO-Academy.

Weitere SEOs und SEO-Quellen, deren Inhalte ich regelmäßig konsumiere und von denen ich schon viel lernen konnte, sind:

  • Seokratie, der Blog und Youtube-Channel: SEO-Praxis par excellence, einfach erklärt und praktische Quicktipps.
  • Bloofusion: Blog und Podcast. Hier habe ich schon einige superhilfreiche Artikel und Podcastfolgen zu konkreten Fragestellungen gefunden.
  • SEO-Fomo: SEO-Newsletter von Aleyda Solis. So bleibt man auf dem Laufenden, was in der internationalen SEO-Szene los ist. Und gute Linkstipps gibt es auch.
  • Search Engine Journal: englischsprachiges Online-Magazin zu SEO

Und es gibt noch viele mehr, die ebenfalls supergute Sachen machen.

Mittlerweile werde ich in meinem Umfeld immer häufiger etwas zum Thema SEO gefragt. Auch bei uns im Verlag gibt es neben dem Berufsweltenportal natürlich weitere Webprojekte, mit denen ich mich als SEO zunehmend befasse. Weil es mir schon immer leichter gefallen ist, Wissen zu vermitteln, das ich einmal selbst aufgeschrieben habe, habe ich das Seozin ins Leben gerufen. Ich schreibe sozusagen, um zu lernen. Und zwar von Anfang an. Deshalb beschäftigt sich mein allererster Beitrag auch damit, wie die Google-Suche funktioniert. Denn darauf basiert schließlich jegliche SEO-Arbeit, oder?

Ideen für weitere Themen und Beiträge habe ich bereits zuhauf. Die meisten ergeben sich direkt aus meiner täglichen Arbeit und den konkreten Fragestellungen, mit denen ich mich dabei beschäftige.

Jetzt freue ich mich auf das, was noch vor mir liegt. Denn meine SEO-Reise hat gerade erst begonnen, da bin ich mir sicher.

Heike im November 2021

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